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Birte Kaufmann

In meiner fotografischen Arbeit setze ich mich mit Gegensätzen wie Freiheit und Isolation, Werten und Traditionen unserer westlichen Gesellschaft sowie den Strukturen und Rollen innerhalb von Gemeinschaften auseinander. Ich versuche eine Eindringlichkeit durch die Verdichtung im Bild zwischen dokumentarischer Fotografie und Poesie zu erschaffen, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Die Farbigkeit und Stimmung spielt eine zentrale Rolle in meiner Fotografie.

The Travellers 2011-15, gibt Einblick in den Alltag der größten irischen Minderheit, mit nomadischem Ursprung, der aus der Tradition der Wanderarbeiter stammt. Sie leben in einer Art Parallelwelt, die von der irischen Gesellschaft kaum akzeptiert wird.
Gjakmarrje – In the Blood 2015-17, befasst sich mit dem Alltag einer in Albanien lebenden Familie, die in eine Blutfehde verwickelt ist. Die Blutfehden haben ihren Ursprung im Kanun, einem alten nordalbanischen Gesetz, das nur mündlich weitergegeben wird und vom Staat verboten ist. Eine ihrer Regeln lautet: Wer Blut nimmt, muss Blut geben.

In der Coronakrise ist auf einmal jeder gleich, egal welcher Herkunft, Bildung, Status. Auch wenn wir in der westlichen Welt immer noch die Privilegierten der Krise sind. Ich sehe die Entschleunigung des Lebens als eine Chance für uns alle. Wir haben auf einmal Zeit, können Sachen überdenken und neue kreative Wege gehen.

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